Warum ist gut schlafen für den Körper so wichtig? Ein gesunder Lebensstil entsteht durch ausreichend Bewegung, ausgewogener Ernährung und wenig Stress. Und: Auch gesunder Schlaf gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen, um sich täglich wohlzufühlen und um lange gesund und fit zu bleiben.

Schlaf ist ein natürlicher Teil des Lebens. In der Nacht erholen sich Körper und Seele. Der Organismus regeneriert und repariert sich während des Schlafens selbst.
Haben Sie daran gedcht, dass wir ein Drittel des Lebens schlafend verbringen? So kommen im Laufe des Lebens einige Jahrzehnte zusammen, die wir im Bett verbringen! Die meisten Menschen verbinden gut Schlafen mit Erholung, Gesundheit und Stressbewältigung – und damit liegen sie ziemlich richtig!

Das bewirkt gut Schlafen

Doch Schlafen bewirkt noch mehr: Während Sie gut schlafen, schaltet Ihr Körper in den „Stand-by-Modus“. Die Muskeln entspannen sich, Atmung und Puls werden ruhiger. Ihre Energiereserven werden aufgeladen, Nerven- und Immunsystem erholen sich vom Stress und von den Anstrengungen des Tages. Tief im Gehirn werden chemische Substanzen abgesondert, die das Gehirn in eine andere Schlafphase versetzen.

Folgende Prozesse passieren beim Schlaf im Körper:

Regulation

Die wichtigsten Körperorgane und Regulierungssysteme arbeiten während des Schlafes aktiv weiter – einige Bereiche, wie z.B. das Gehirn, verstärken ihre Aktivität. 


Regeneration

Im Schlaf speichert das Gehirn, was am Tag erlebt, gelernt und aufgenommen wurde und bildet neue Nervenbindungen. Und: Gut Schlafen schützt vor Krankheiten – darunter Alzheimer, Demenz sowie diverse Herzkreislauf-Krankheiten. Menschen, die gut schlafen, sind entspannter, konzentrierter, produktiver und auch glücklicher!


Produktion
Bestimmte Hormone werden vorwiegend während der Schlafphase produziert – darunter das Glückshormon Serotonin, das Power-Hormon Testosteron, das Wachstumshormon Somatotropin oder das Sattmacher-Hormon Leptin.
Sie kennen es bestimmt aus eigener Erfahrung: Unausgeschlafene Menschen sind unkonzentriert, reizbar und ängstlich. Wer wenig schläft oder nicht gut schlafen kann, wird auf Dauer krank. Anhaltender Schlafentzug kann zu Stoffwechselproblemen mit ernsten Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettleibigkeit führen.

Sie sehen: So wichtig ist gut Schlafen für die Körperfunktion!

Gut schlafen: Wie viel Nachtruhe brauchen wir?


Die ideale Schlafdauer ist immer noch umstritten. Laut Untersuchungen aus den USA und Japan brauchen erwachsene Menschen mindestens sechs bis sieben Stunden Schlaf pro Nacht. Ältere Menschen kommen mit weniger aus, Kinder brauchen deutlich mehr.

Die Auswirkungen von zu kurzer Nachtruhe sind dramatisch: Wissenschaftler der University of Warwick haben in einer Studie 2007 an 10.000 Personen nachgewiesen, dass Menschen, die dauerhaft zu wenig und nicht gut schlafen, ihr Herzinfarktrisiko verdoppeln und damit ihr Leben verkürzen.

Gut schlafen: Die 5 Schlafphasen helfen

Der Schlaf lässt sich mit Hilfe des EEG (Hirnstromaktivität), des Elektrookulogramms EOG (Augenbewegungen) und des EMG (Muskelaktivität) in fünf Stadien unterteilen: In den Non-REM Schlaf mit vier Schlafstadien und in das REM-Stadium. So wirken sich die fünf Schlafphasen auf den Körper aus:

1. Schlafphase: Das Einschlafstadium

Bei gesundem Schlaf innerhalb weniger Minuten, setzt das Einschlafstadium ein. Subjektiv entspricht es dem Gefühl des Dösens. Zehn Prozent der Nacht verbringt der Mensch zwischen dem Zustand des Wachens und dem Einschlafstadium.

2. Schlafphase: Der leichte Schlaf

Die Augen sind bereits ruhig und die Augenlider sind aktiv geschlossen. Der Muskeltonus verringert sich deutlich und der Organismus beginnt, sich nach außen hin abzuschirmen. Die meisten Schlafforscher sehen in diesem Stadium, in dem man etwa die Hälfte der gesamten Schlafzeit verbringt, den eigentlichen Schlafbeginn.

3. und 4. Schlafphase: Der Tiefschlaf

Diese Phasen werden zusammen als Tiefschlaf bezeichnet. Die Augen sind ganz ruhig, der Muskeltonus signalisiert tiefe Entspannung, der Blutdruck fällt ab. Atmung und Herzschlag werden langsamer. In diesem Stadium sind die Körperfunktionen auf „Sparflamme“ bzw. Regeneration eingestellt. Der erwachsene Mensch verbringt ungefähr 20 Prozent der Nacht in diesem Stadium – im Alter weniger.

5. Schlafphase: Gut schlafen im REM-Schlaf

Der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) wird auch als Traumschlaf bezeichnet. Herzschlag, Blutdruck und Atmung werden schneller und unregelmäßiger. Zugleich ist der Muskeltonus stark reduziert.

Während im Tiefschlaf die körperliche Regeneration auf Hochtouren läuft, ist der REM-Schlaf für die psychische Erholung wichtig. Bei einem Erwachsenen macht er rund 20 Prozent der Nachtruhe aus. Die REM-Phase sorgt für guten Schlaf!